Die Forschungszulage bietet Unternehmen einen steuerlichen Anreiz für echte Forschung und Entwicklung. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Punkte praxisnah ein und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Einzelfallberatung.

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Auch Handwerksbetriebe können FuE durchführen

Die Forschungszulage ist nicht auf Konzerne oder klassische Forschungsabteilungen beschränkt. Handwerksbetriebe können förderfähige Vorhaben durchführen, wenn sie eigene technische Lösungen entwickeln und dabei über bekannte, routinemäßige Verfahren hinausgehen.

Das kann beispielsweise eine neuartige Vorrichtung, eine automatisierte Speziallösung, ein materialtechnisches Verfahren oder ein eigener Prototyp sein. Maßgeblich sind technische Neuartigkeit, Unsicherheit und ein planmäßiger Entwicklungsweg – nicht die Größe des Teams.

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Kundenlösung oder eigene Entwicklung?

Individuelle Kundenarbeit ist nicht automatisch Forschung und Entwicklung. Förderpotenzial entsteht dort, wo für die Anforderung keine etablierte Lösung verfügbar ist und der Betrieb unterschiedliche technische Ansätze entwickeln und erproben muss.

Ein klarer Projektstart, Entwicklungsziel, Varianten, Versuche und technische Ergebnisse helfen bei der Abgrenzung. Fotos von Prototypen, Skizzen, Messungen und kurze Versuchsnotizen können gerade in kleineren Teams wertvolle Nachweise liefern.

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Pragmatische Dokumentation für kleine Teams

Dokumentation muss nicht kompliziert sein. Eine monatliche Erfassung der beteiligten Personen, Entwicklungsstunden, wesentlichen Versuche und externen Leistungen kann bereits eine gute Grundlage schaffen. Wichtig ist, dass die Einträge konkret und zeitnah erfolgen.

So bleibt sichtbar, welcher Aufwand auf die eigentliche Entwicklung entfiel und welche Tätigkeiten zu Fertigung, Montage oder Kundenservice gehörten. Eine schlanke Routine schützt das Förderpotenzial, ohne den Arbeitsalltag unnötig zu belasten.

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Stand: August 2026 · Fachliche Grundlagen: Informationen der Bescheinigungsstelle Forschungszulage und des Bundesministeriums der Finanzen.

NÄCHSTER BEITRAGTechnische Unsicherheit erklären: So wird ein FuE-Projekt nachvollziehbar